Betriebliche Altersvorsorge bleibt auch nach 2008 sozialabgabefrei
Um möglichst vielen Arbeitnehmern eine zusätzliche Altersvorsorge zu ermöglichen, beschloss das Kabinett am Mittwoch, dass die betriebliche Altersvorsorge auch nach 2008 sozialabgabefrei bleiben soll. Zuvor gab es heftige Kritiken seitens der Sozialverbände, welche eine hohe zusätzliche Belastung der Sozialkassen erwarten. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg sagte dazu, dass trotz der Einnahmeausfälle keine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge zu erwarten sei. Ein Ausgleich durch Steuergelder stehe zwar aktuell nicht zur Debatte, sei jedoch in den nächsten Jahren möglich. Laut Steg möchte die Bundesregierung durch diesen Schritt die private Altersvorsorge vorantreiben, da der Lebensstandard im Alter nur mit privater Vorsorge gesichert werden kann.
Laut dem Entschluss haben in Zukunft auch junge Arbeitnehmer Betriebsrentenansprüche, die vor dem 30. Lebensjahr den Job wechseln. Betriebsrentenanwartschaften sollen demnach schon nach dem 25. Lebensjahr sicher sein.
Die große Koalition lobte den Schritt, während die Grünen den Vorstoß kritisierten. Bundestag und Bundesrat müssen das Gesetz noch beschließen, bevor es rechtsgültig wird und die 17 Millionen anspruchsberechtigten Arbeitnehmer ihre Forderungen geltend machen können.
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Kategorie: Altersvorsorge