Festgeld und Tagesgeld nicht langfristig anlegen
Immer mehr Direktbanken bieten kostenlose Konten an. Kein Wunder also, dass viele Verbraucher ihr Geld auf Tages- oder Festgeldkonten anlegen. Doch Experten raten aufgrund der geringen Rendite davon ab, größere Summen langfristig auf Fest- oder Tagesgeldkonten anzulegen, sondern empfehlen andere Anlageformen wie Fonds. Der Geldanlage-Experte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart, Niels Nauhauser, dazu. “Das Tagesgeld ist eine gute Alternative zum Sparbuch”.
Die Vorteile vom Tagesgeld liegen klar auf der Hand. Das gesparte Geld ist jederzeit verfügbar und kann somit zu jedem Zeitpunkt abgehoben werden. Wer also liquide Mittel benötigt, ist mit einem Tagesgeldkonto gut beraten. Ein Risiko bilden dagegen die häufig variierenden Zinssätze. Diese können beim Tagesgeld steigen, aber natürlich auch fallen. Deshalb sollten sich Besitzer von Tagesgeldkonten ständig über die aktuellen Zinsentscheidungen informieren, um das Geld bei fallenden Zinsen anders anlegen zu können.
Eine Alternative zum Tagesgeld ist das Festgeld. Auf einem Festgeldkonto kann der Verbraucher sein Geld zu einem bestimmten Zinssatz, über einen vorher vereinbarten Zeitraum fest anlegen. Dadurch kann genau errechnet werden, was für ein Zinsgewinn nach diesem Zeitraum zu erwarten ist. Außerdem kann der Zinssatz unter keinen Umständen wie beim Tagesgeld fallen. Wer jedoch vorhat, sein Geld bei steigenden Zinssätzen anders anzulegen, muss beim Festgeld warten, bis der vereinbarte Zeitraum abgelaufen ist. Deshalb ist ein Festgeldkonto auch ungünstig, wenn der Verbraucher beispielsweise finanzielle Mittel für eine unerwartete Reparatur benötigt. Wer jedoch Geld übrig hat, was in nächster Zeit nicht verfügbar sein muss, ist mit einem Festgeldkonto gut beraten.
Ob man sein Geld als Fest- oder Tagesgeld anlegt, kommt somit auf die persönlichen Bedürfnisse an. In der Regel liegen die Zinsen für Festgeld über denen vom Tagesgeld. Doch viele Direktbanken bieten inzwischen auch attraktive Tagesgeld-Zinsen an. Dafür fällt jedoch meistens auch die persönliche Betreuung der Bank weg.
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Kategorie: Banken