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Zahl der privaten Überschuldungen und Verbraucherinsolvenzen wächst

1. Juni 2007

Laut der Schuldnerhilfe Köln sind inzwischen 3,4 Millionen Haushalte in Deutschland nicht mehr in der Lage, ihre Schulden aus eigener Kraft zu bezahlen. Auch die Verbraucher-Insolvenzverfahren, welche der letzte Ausweg sind, haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Alleine im vergangenen Jahr sind die Verbraucher-Insolvenzverfahren um 34,8 Prozent, auf 92.844 Fälle angestiegen. Laut Michael Eham von der Schuldnerhilfe Köln, liegt die Schuldenhöhe bei durchschnittlich 25.000 bis 30.000 Euro.

Laut Eham liegen die Gründe der steigenden Verschuldung vor allem in der wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren. Aber auch die so genannten Armutsschuldner, welche aufgrund von Arbeitslosigkeit und den somit sinkendem Einkommen in die Schuldenfalle geraten, würden einen großen Anteil ausmachen. Des Weiteren spielt laut Eham das Konsumverhalten der Gesellschaft eine immer größer werdende Rolle, da soziale Anerkennung häufig durch Konsum erreicht werden soll.

Weiterhin erklärt Eham, dass es zu wenig Schuldnerberatungen gebe, da nur 12 Prozent des Bedarfs gedeckt werden können. 400.000 Kunden seien zudem im letzten Jahr sogar auf unseriöse Schuldnerberatungen hereingefallen, welche die Situation nur noch verschlimmert haben.

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Kategorie: Steuern