Private Krankenversicherungen erhöhen die Tarife für Männer
Laut einer Sprecherin des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV) werden die Krankenversicherungsbeiträge für Männer voraussichtlich um rund 10 Prozent steigen. Die hängt mit dem neuen Antidiskriminierungsgesetz zusammen. Bisher mussten Frauen bis zu 30 Prozent mehr an Beiträgen zahlen. Die Versicherungen begründen dies damit, dass Frauen erheblich mehr Kosten im Gesundheitswesen verursachen. Doch diesem Umstand soll jetzt ein Ende bereitet werden.
Dazu heißt es im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). “Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Mutterschaft dürfen auf keinen Fall zu unterschiedlichen Prämien oder Leistungen führen.”. Aufgrund dessen werden die Tarife voraussichtlich zum 1. Januar 2008 erhöht werden.
Vorstandsmitglied Roland Weber vom größten privaten Krankenversicherer Debeka dazu. ,,Am stärksten werden die 20- bis 40-jährigen Männer betroffen sein, und da vor allem die Beamten, da gerade bei den Beamtentarifen besonders viele Frauen sind‘‘. Frauen hingegen können sich wahrscheinlich über fallende Tarife freuen.
Laut einem Gutachten des Bundesfamilienministeriums müssten die Tarife für Männer und Frauen eigentlich gleich sein, da junge Frauen zwar höhere Kosten als Männer verursachen, Männer dafür aber im Alter mehr Kosten beanspruchen.
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Kategorie: Versicherungen