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Versicherungen drücken sich vor berechtigten Zahlungen

4. April 2007

Jeder vierte Kunde hat seine Versicherung laut Umfragen schon mal betrogen. Grund genug für die Unternehmen, jeden Schadensfall gründlich zu überprüfen. Dies kommt im Endeffekt allen Kunden zugute. Doch immer mehr Versicherungen versuchen mit allen Mitteln selbst berechtigte Schäden nicht zahlen zu müssen. Dabei spielen viele Unternehmen auf Zeit und erstatten oft erstmal weniger als gefordert, fordern zusätzliche Dokumente an, oder schalten parteiische Gutachter ein. Aus diesem Grund sind die Klagen gegen Versicherungen so hoch wie noch nie, wie Verbraucherschützer und vom Staat eingesetzte Schlichter bestätigen.

Um trotzdem an sein Geld zu kommen gibt es einige Möglichkeiten:

  • Einschaltung eines staatlichen Schlichters. Dieser kann selbstständig über Fälle bis zu 5.000 Euro entscheiden. Das Urteil dieses Ombudsmannes ist für die Versicherungsgesellschaft bindend, jedoch nicht für den Kunden.
  • Einschaltung eines privaten Schlichters. Dieser versucht jedoch lediglich zu vermitteln.
  • Einschaltung einer privaten Rechtsschutzversicherung. Diese sollte natürlich bei einem anderen Versicherungsunternehmen sein.

Sollten die oben genannten Schritte nicht zum gewünschten Erfolg führen, bietet sich noch die Möglichkeit die BaFin einzuschalten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht setzt sich mit dem Versicherungskonzern in Verbindung und fordert eine Stellungnahme.

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Kategorie: Versicherungen